Die Welt von oben.

Boah. Ich war ganz schön hoch oben. Ich hab schon vergessen, wie anders alles von meiner Ex-Aussicht aussieht. Freunden sei Dank steht seit gestern ein Steh-Pult bei uns herum, das es mir endlich wieder erlaubt, Höhenluft zu schnuppern.
Peter staunt nicht schlecht über seine große Mutter und weiß nicht recht was anzufangen damit, dass mein Schoß plötzlich vertikal und mitsamt dem Rolli weg ist. Der große Bruder „fliegt“ kurzerhand rauf zu mir und halst mich begeistert. Danach traut sich endlich auch der kleinere Superman nach oben. Auge in Auge schmust es sich eben doch leichter.
Für mich ist die alte Perspektive schockierend neu. War bzw. bin ich wirklich so groß? Kaum zu glauben. Auch mein Blut sackt erschrocken nach unten und hinterlässt ein schwummriges Gefühl in Kopf und Bauch. Zum Glück kann ich mich anhalten. Nach einer Weile gewöhne ich mich aber an die dünne Luft und stelle fest, dass das Stehen nicht nur den unbeanspruchten Knochen gut tut. Sich wieder zur alten Größe aufrichten zu können ist auch ganz außerordentlich erbaulich fürs Gemüt. Das Geherze meiner charmanten Tischgesellschaft gibt mir den Rest. Ich bin ein Stehaufweibchen! Gut zu wissen. Gut zu haben. Danke Alex! Danke Dani!