Platzwunde statt Wunderplatz.

Jetzt wär ich lieber wieder auf der Märchenwiese. Dorthin führte uns eine unserer letzten Wanderungen. Das ist ein magisches Fleckchen Erde mitten im Südkärntner Wald. Eine völlig ebene Lichtung, umrahmt von Wäldern, den steilen Wänden der Vertatscha und den Sonnenstrahlen vom idealerweise blauen Himmel. Der Name passt perfekt zu dieser märchenhaften (Spiel)Wiese, dem krönenden Talschluss des so unköniglich fad und unpittoresk benamsten „Bodentals“.

Ein Stückchen vor der Märchenwiese liegt, wie der aus der Krone gefallene Stein, das smaragden-saphirene Meerauge. Noch so eine poetische Bodental-Ecke. Nur in kreisrund. Dank perfekt instand gehaltenem Holzsteg rolle ich ungehindert rundherum, nur bin ich auf dem schmalen Steg für Überholende und Entgegenkommende eine einzige Behinderung. Als wir dann am Rand des traumhaften Toteisloches jausnen, ehe wir zur Märchenwiese weiterwandern, ist der Tag endgültig gekrönt.

Deshalb wäre ich jetzt gern lieber dort als da. Lieber Märchenwiese statt Warteraum. Letzterer muss aber leider wieder einmal sein, weil Peter wieder einmal die Warnung seiner Eltern in den Wind geschossen, und wieder einmal das Mobiliar als Trampolin benutzt hat und dabei wieder einmal grandios gescheitert ist. Direkt in die Fensterbankerlkante hinein gescheitert. Es ist zum gusseiserne Junge kriegen mit diesen tauben Jungs. Und weil der Peterhinterkopf eben nicht gusseisern ist, ist jetzt eine Meck’n drin – im Peterkopf und im besorgten Mamaherz.

Dem Herrgott sei dank heilt beides wieder. Während wir darauf warten, können wir ja die nächsten Ausflüge planen. Wunderplatz statt Platzwunde! Magische Fleckchen gibt es in Kärnten – zum Glück! – ja mehr als genug.

 

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